Kapitel 1: Was genau prüft die Behörde in Ihrem Betrieb?
Die Betriebsprüfung hat ein klares Ziel: Verifizieren, dass der Verkehrsleiter eine reale Kontrolle über die Flotte ausübt. Im Jahr 2026 liegt der Fokus auf der Digitalisierung und der Einhaltung des EU-Mobilitätspakets I. Die Behörde fordert:
- Digitale Datensätze: Vollständige Aufzeichnungen der letzten 12 Monate im originalen, digital signierten Format.
- Verstoßauswertungen: Nachweise, dass das Unternehmen Fahrer bei Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten belehrt oder sanktioniert hat.
- Grenzregistrierung: Nachweis, dass V2-Intelligente Tachographen die Länderwechsel für die Entsenderichtlinie (Mindestlohn) korrekt aufgezeichnet haben.
Kapitel 2: Fehler, die das ERRU-System aktivieren
Das europäische System für Verkehrsverstöße (ERRU) klassifiziert Unternehmen nach ihrem Risikopotenzial. Muster, nach denen die Prüfsoftware sucht, sind:
| Risikokategorie | Erkannter Verstoß | Sanktion (GüKG/FPersG) |
|---|---|---|
| Datenmanagement | Fahrerkarte nicht alle 28 Tage ausgelesen. | bis 2.500€ |
| Forensische Integrität | Unbegründete Fahrten im OUT-Modus. | bis 5.000€ |
| Operativ | Fahrten ohne gesteckte Fahrerkarte (Phantom-Fahrten). | VSI / Strafanzeige |
| Zuverlässigkeit | Häufung schwerster Verstöße (VSI). | Lizenzentzug |
Kapitel 3: Vorbereitung (Das TachoTools-Protokoll)
Die beste Verteidigung ist ein proaktives technisches Audit. Um Ihr Unternehmen vor dem Verlust der Zuverlässigkeit zu schützen, reicht das bloße Archivieren nicht aus; Sie müssen die Daten monatlich prüfen. Durch Nutzung unserer Archivierungs-Software generieren Sie eine Historie der „Guten Absicht“, die dem Prüfer zeigt, dass das Unternehmen Kontrollpflichten ernst nimmt.
Der Mehrwert der Fahrer-App
Im Jahr 2026 ist ein geschulter Fahrer Ihr größtes Kapital. Durch Bereitstellung einer Mobilen Ausleselösung stellen Sie sicher, dass jeder Chauffeur seine Ruhezeitfehler sofort erkennt. So können Korrekturen mittels begründeter Ausdrucke vorgenommen werden, bevor die Betriebsprüfung ins Haus steht.
Kapitel 4: Unternehmerhaftung und Lizenzverlust
Das GüKG legt fest, dass der Unternehmer letztlich für die Verstöße seiner Fahrer haftet. Erkennt der Prüfer ein systematisches Muster von Lenkzeitüberschreitungen in Ihrem Multi-Flotten-Panel, wird das Bußgeld gegen die GmbH oder den Inhaber verhängt. Dies kann den Verkehrsleiter disqualifizieren und die Erneuerung der EU-Lizenzen für die gesamte Flotte verhindern.