Kennen Sie die neue Flexibilität für Busfahrer im Jahr 2026?
Die technische Antwort liegt in der Verordnung 2024/1258: Der Gelegenheitsverkehr unterliegt nicht mehr denselben starren Pausenregeln wie der Güterverkehr.
Im Jahr 2026 profitieren Busfahrer von einer optimierten "12-Tage-Regel" und einer Pause, die sich in zwei Blöcke von mindestens 15 Minuten teilen lässt. Diese Flexibilität erfordert jedoch eine forensische Kontrolle der .DDD-Dateien, um gegenüber dem BALM nachzuweisen, dass die Voraussetzungen der normalen Wochenruhezeit erfüllt wurden. Das Versäumen der Grenzregistrierung oder das Überschreiten des 12-Tage-Limits führt zu schwersten Verstößen (VSI) und gefährdet die Zuverlässigkeit des Betriebs. TachoTools auditiert Ihre Daten, damit Ihre Busflotte die Normen voll ausschöpft, ohne Stilllegungen zu riskieren.
Kritischer Fakt: Korrekte manuelle Nachträge sind essenziell, um Zeiten nachzuweisen, in denen der Fahrer die Fahrgäste außerhalb des Busses begleitete.
Kapitel 1: Die 12-Tage-Regel im internationalen Reiseverkehr
Diese Ausnahme ist das Rückgrat des europäischen Tourismus. Sie erlaubt es, die wöchentliche Ruhezeit um bis zu 12 aufeinanderfolgende 24-Stunden-Zeiträume zu verschieben. Im Jahr 2026 erleichtert der Smart Tachograph V2 die Überwachung durch GNSS-Registrierung. Um sie anzuwenden, muss das Unternehmen sicherstellen, dass der Fahrer zuvor eine 45-stündige Ruhezeit eingelegt hat und danach eine doppelte Ruhezeit nachholt. Die Analyse der Massenspeicherdaten (.TGD) ist der einzige Weg, diese Sequenz bei einer Betriebsprüfung rechtssicher zu belegen.
Kapitel 2: Neue fraktionierte Pausen (Die 15-Minuten-Option)
Im Gegensatz zum Güterverkehr erlaubt der Gelegenheitsverkehr, die 45-minütige Pause in zwei Blöcke von jeweils mindestens 15 Minuten aufzuteilen, zu nehmen innerhalb der Lenkzeit von 4,5 Stunden. Dies ermöglicht die Synchronisation der Ruhezeiten mit Sightseeing-Stopps. Es ist zwingend erforderlich, dass der Fahrer den Zeitgruppenschalter korrekt bedient: "Pause" während des Museumsbesuchs der Gäste und "Andere Arbeiten" beim Verladen des Gepäcks.
| Szenario |
Allg. Güterverkehr |
Bus-Flexibilität 2026 |
| Pausenteilung |
15' + 30' (Feste Reihenfolge) |
Blöcke ab 15' (Freie Wahl) |
| Wochenruhezeit |
Nach 6 Tagen (144h) |
Bis zu 12 Tage (Grenzüberschr.) |
| Nachtfahrten |
4,5h bis zur Pause |
Unterbrechung nach 3h (bei Einzelfahrer) |
Kapitel 3: Auswirkungen von Sanktionen auf die EU-Lizenz
Für eine Busflotte ist das Bußgeld oft zweitrangig gegenüber dem Risiko, die Gemeinschaftslizenz zu verlieren. Ein Verstoß gegen die tägliche Ruhezeit bei einer Schülerfahrt oder Fernreise schlägt im ERRU-System voll durch. TachoTools überwacht diese Ereignisse, damit der Verkehrsleiter das Verhalten korrigieren kann, bevor das BALM ein Verfahren zum Entzug der Zuverlässigkeit einleitet.
Mehrfahrerbetrieb im Reisebus
Der Mehrfahrerbetrieb ist die bevorzugte Strategie für Langstrecken (z.B. Deutschland-Spanien). Im Jahr 2026 ist es entscheidend, dass der zweite Fahrer seine Zeit auf dem Beifahrersitz als "Bereitschaft" registriert. Dies erlaubt eine Schichtzeit von bis zu 21 Stunden, sofern der tägliche Ruhezyklus von 9 Stunden innerhalb des 30-Stunden-Fensters liegt.
Kapitel 4: Ausnahmen im Linienverkehr bis 50 km
Linienbusdienste, deren Strecke 50 km nicht überschreitet, sind von der Tachographenpflicht befreit (OUT-Modus). Dennoch ist das Unternehmen verpflichtet, Arbeitszeitaufzeichnungen für den Zoll und die Rentenversicherung zu führen. TachoTools vereint diese Daten, damit der Übergang zwischen befreiten und pflichtigen Fahrten transparent bleibt.
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Was die Verordnung 2024/1258 tatsächlich geändert hat
Sie trat am 22. Mai 2024 in Kraft und ändert die Artikel 4, 7, 8 und 10 der
Verordnung 561/2006. Betroffen ist ausschließlich der Gelegenheitsverkehr mit
Personen — nicht der Güterverkehr und nicht der Linienverkehr. Es sind drei Änderungen,
und sie lösen unterschiedliche Probleme.
1. Die Pause wird in zwei Blöcke geteilt — nicht in beliebig viele
Der Fahrer darf die vorgeschriebene Pause in zwei Pausen von jeweils mindestens
15 Minuten aufteilen, bei einem Gesamtminimum von 45 Minuten, zu nehmen
innerhalb der Lenkzeit von 4,5 Stunden. Zwei — nicht drei, und nicht „wie es gerade passt".
Der Unterschied zum Güterverkehr ist real: dort gilt starr 15 + 30 in dieser
Reihenfolge. Im Gelegenheitsverkehr gibt es Spielraum, weil eine Reise sich nicht in
Halbstundenblöcke fügt — ein Aussichtspunkt dauert zwanzig Minuten, eine Besichtigung vierzig.
2. Tägliche Ruhezeit bis auf 25 Stunden verschiebbar
Die am wenigsten beachtete Änderung — und diejenige, die die meisten Reiseprogramme rettet. Ein
Fahrer im einmaligen Gelegenheitsverkehr von mindestens sechs aufeinanderfolgenden
24-Stunden-Zeiträumen darf die tägliche Ruhezeit innerhalb von 25 Stunden
nach Ende der vorherigen nehmen — vorausgesetzt, die an diesem Tag aufgelaufene Lenkzeit
überschreitet sieben Stunden nicht.
Zweimal nutzbar, wenn die Fahrt mindestens acht aufeinanderfolgende
24-Stunden-Zeiträume dauert. Die Sieben-Stunden-Bedingung ist entscheidend: das ist kein
längerer Arbeitstag, sondern ein verschobenes Ruhezeitfenster an einem fahrarmen Tag.
3. Die 12-Tage-Regel gilt jetzt auch national
Das Aufschieben der Wochenruhezeit auf bis zu zwölf aufeinanderfolgende 24-Stunden-Zeiträume war
bisher dem grenzüberschreitenden Verkehr vorbehalten. Nun erfasst es auch den
einmaligen inländischen Gelegenheitsverkehr. Die Bedingungen bleiben: vorherige
vollständige Ruhezeit und entsprechender Ausgleich nach Abschluss des Zyklus.
Wann ein Bus überhaupt einen Fahrtenschreiber braucht
- Erforderlich bei Fahrzeugen, die zur Beförderung von mehr als 9 Personen
einschließlich Fahrer gebaut sind. Fahrzeuge bis 9 Personen bleiben außerhalb —
auch grenzüberschreitend.
- Linienverkehr mit Linienlänge bis 50 km fällt nicht unter die Verordnung
561/2006.
Die entscheidende Unterscheidung lautet Linien- oder Gelegenheitsverkehr. Die
gesamte oben beschriebene Flexibilität gehört allein zum Gelegenheitsverkehr. Ein Betrieb, der
Linie fährt und zusätzlich Reisen anbietet, darf die Regeln nicht übertragen — und genau das
passiert in Mischbetrieben am häufigsten.
Unsere Vision: Daten als touristischer Freibrief
Die Flexibilität im Bussektor ist ein zweischneidiges Schwert. 12 Tage am Stück fahren zu können, ist ein enormer Wettbewerbsvorteil, aber ein Fehler von nur einer Minute bei der vorherigen Ruhezeit macht die gesamte Ausnahme hinfällig. Dies führt zu einer Kette von schwersten Verstößen. In einer Welt der DSRC-Fernabfrage darf man Compliance nicht dem Zufall überlassen.
Empfehlung: Warten Sie nicht bis zum Saisonende, um die .DDD-Dateien Ihrer Busfahrer zu analysieren. Nutzen Sie TachoTools, um jede internationale Gelegenheitsfahrt sofort nach dem Download zu validieren. Nur so sichern Sie die Zuverlässigkeit Ihres Betriebs ab.
Häufige Frage
Gilt die 45h-Ruhezeit im Hotel?
Antwort: Ja, sie ist obligatorisch. Das Mobilitätspaket verbietet die reguläre Wochenruhezeit im Bus. Hotelrechnungen müssen bei Kontrollen ggf. vorgelegt werden.
Technischer Hinweis
Die Verlängerung des Personenverkehrs-FQN muss mit der Fahrerkarte synchronisiert sein, um Grenzsperren zu vermeiden.